Sexueller Missbrauch durch Amtsträger der christlichen Kirchen in Bayern
Der Betroffenenbeirat der Opfer von sexueller Gewalt an Kindern und Jugendlichen fordert von der bayerischen Staatsregierung in einer Petition „Gewalt an Kindern und Jugendlichen entschlossen entgegenzutreten“. Der Bund für Geistesfreiheit Bayern, K.d.ö.R. hat heute die zuständige Staatsministerin Frau Ulrike Scharf angeschrieben und sich der Forderung des Betroffenenbeirates angeschlossen. Dieser fordert einen Betroffenenrat, eine unabhängige Aufarbeitungskommission und das Netz der Beratungsstellen in Bayern zu verbessern.
In dem Schreiben stellt der bfg fest, dass sich die kirchlichen Institutionen beider christlicher Religionsgemeinschaften bis heute nur unzureichend mit dem Missbrauch in ihren Reihen befasst haben. Weiter wird in dem Brief festgestellt:
„Über verbale Entschuldigungen und wenig Schuldeinsicht hinaus ist noch viel zu wenig unternommen worden. Unterstützen Sie die Betroffenen von sexuellem Missbrauch und Gewalt gegen die Täterorganisation. Beenden Sie Ihre Blockade gegenüber dem zuständigen Landtagsausschuss und bekunden Sie Ihre Solidarität mit den Geschädigten.“
Der Sozialausschuss des bayerischen Landtages wird sich in dieser Woche noch einmal mit der Petition beschäftigen, nachdem sich die Staatsministerin Frau Scharf über ein klares Votum des Ausschusses im Juli 2025 hinweggesetzt hat.
„Ich finde es unerträglich, wie die Ministerin mit dem Leid Betroffener von sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen umgeht. Diese Personen erwarten zu Recht vom Staat, dass er sie in ihrem Bemühen um Gerechtigkeit und Wiedergutmachung unterstützt,“ so Frank Riegler, Vorsitzender des bfg Bayern.
In dem Schreiben an die Ministerin bietet der bfg seine Mitarbeit in einer zu bildenden unabhängigen Aufarbeitungskommission an. Gleichzeitig versichert er den Betroffenen seine Unterstützung zu.







