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Wissenschaftler über Jesus und die Wahrheit

Zuletzt aktualisiert von bfg-muenchen am 20. Februar 2013 - 1:00

Wer war Jesus wirlich?  Octo-TV "es werde Licht" vom 23.12.2011 bei atheisten-info.at

Zum Ausgleich bringen wir auch mal die Sicht der religiösen Seite, kommentiert von Erwin Peterseil: (22.10.): Keine Zweifel am Jesus! Von der Site jesus.che stammt der folgende Text mit christlichen Belehrungen gegen religiöse Zweifel. Soviel Einfalt ist zumindest bemerkenswert. Das reizt dazu, in einen ungebetenen Dialog zu treten. Weil ein Atheist lebt vom Zweifel! Darum dazu jeweils Zweitworte aus der realen Welt!

Paulus ex Tarsus im Mittelpunkt - umfangreiches Meterial von Georg Korfmacher. Durch seine Briefe ist Paulus einer der bestdokumentierten Bürger seiner Zeit, wobei man natürlich sehen muss, dass er sich darin, über manche misslichen Tatsachen hinweg, selbst gut darstellen wollte. Sie geben jedoch eine Fülle von Hinweisen, die es in Verbindung mit dem geschichtlichen Umfeld ermöglichen, das Leben dieses bedeutsamen Mannes nachzuzeichnen. ... Dass sich dabei zahlreiche Widersprüche zur offiziellen Lehrmeinung der Catholica ergeben, muss in Kauf genommen werden.

Der Papst startet einen Gegenangriff auf die Wissenschaft - das neue Buch erscheint. Die Frankfurter Rundschau kritisiert den Papst als Autor: "Auf dem Goldgrund des Dogmas - Der Papst legt den zweiten Band seines Buches "Jesus von Nazareth" vor. Darin gaukelt er dem Leser Heilstatsachen vor, deren Geschichtlichkeit von der historischen Kritik widerlegt worden ist. Die Gestalt Jesu, die Benedikt zeichnet, hat es auf dieser Erde nie gegeben."


Der Jahresanfang wird von Aufklärungsbemühungen verschönt. Das geht nicht auf die Transzendenz-Versprechungen der Kirche. Was von denen zu halten ist, steht woanders. Jetzt hat die Gegenseite das Wort. Die Jesusforscher melden sich mit Artikeln und Büchern zum Thema wie war das wirklich.

Was ein seriöser Jesus-Forscher dazu zu sagen hat, bringt Gerd Lüdemann im Neuen Deutschland vom 24.12. über falsche Kirchendogmen und echte Jesusworte, Ausschnitte: "Wobei es heute weitgehend Konsens ist, dass das Datum des Weihnachtsfestes aus anderen Religionen übernommen wurde und die Weihnachtsgeschichte des Lukas eine fromme Legende ist, die so gut wie nichts mit den tatsächlichen historischen, zeitlichen und lokalen Umständen von Jesu Geburt gemein hat." "Nein, ich bin kein Christ mehr. Ich glaube nicht an die Auferstehung Jesu, ich glaube nicht, dass der Wanderprediger aus Galiläa für meine Sünden gestorben ist. Das ist nicht nur meine Meinung, sondern das Ergebnis der historischen Bibelforschung, die sich damit als Totengräberin des christlichen Glaubens erwiesen hat." "Für mich bedeutet das Wort Wahrheit noch etwas, für die Kirche anscheinend nicht. Sie unterscheidet zwischen Wahrheit als historischer Tatsache und Wahrheit als Glaube. Zu solch intellektueller Unredlichkeit möchte ich keinen Beitrag leisten. Die Auferstehung Jesu ist widerlegt. Wissenschaftlich." Ein weiteres Zitat aus dem Artikel - Vor über 50 Jahren schrieb der evangelische Theologe Hans Conzelmann: »Die Kirche lebt praktisch davon, dass die Ergebnisse der wissenschaftlichen Leben-Jesu-Forschung in ihr nicht publik sind

Der Geschichtswissenschaftler und Philosoph Dr. Ronald Bilik schreibt unter dem Titel "Jesus von Nazareth: Historische Fakten und christliche Illusionen" u.a.: "Jesus stand in der jüdischen Tradition, war von antirömischer Gesinnung, glaubte an das baldige Ende der bestehenden Welt und das unmittelbar bevorstehende Anbrechen des irdischen Gottesreiches. Mit der Auffassung des Christentums ist dieser Befund unvereinbar." ... "Wie konnte nun aus dieser ethnozentrisch- apokalyptischen Lehre des Nazareners die Weltreligion des Christentums werden? Entscheidend war hier in erster Linie Paulus: Er, der Jesus nicht mehr persönlich kennenlernte, prägte die weitere Geschichte der Religion so maßgeblich, dass man eigentlich vom paulinischen Christentum sprechen muss." ... "Entscheidend für das Überleben des Christentums, war die massive Veränderung und Adaptierung der Lehre, sodass am Ende vom ursprünglichen Kern nichts mehr übrigblieb. Während die paulinische Variante zur Weltreligion avancierte, verschwanden die Anhänger der Urlehre sehr bald im Dunkel der Geschichte." (Erschienen in freidenkerin 2010/04) 

"Die Bibel ist das am meisten überschätzte Buch der Weltliteratur und Jesus von Nazareth die am meisten überschätzte Person der Weltgeschichte." Heinz-Werner Kubitza, selbst promovierter Theologe, fragt in seinem Buch, was sich nach fast zwei Jahrhunderten wissenschaftlicher Forschung gesichert über Jesus von Nazareth sagen lässt. Wer war er und was hat er gewollt? Und vor allem; was hat er nicht gewollt? Die Forschungsergebnisse vieler Historiker und auch Theologen sind für die Kirchen ernüchternd, denn in der Forschung ist es ein offenes Geheimnis, dass der Jesus, wie ihn die Kirchen seit fast 2000 Jahren verkünden, so nie existiert hat. Der Jesus der Kirche ist ein Geschöpf der Kirche. Kubitza zeichnet gut verständlich die Irrwege der christlichen Kirche nach, die sich an ihren Anfängen in das von ihr selbst geschaffene Gottesbild „hineingeglaubt“ hat, und er bringt frappierende Fakten und interessante Details, die für Gläubige wie Nichtgläubige gleichermaßen interessant wie aufschlußreich sind. Besprechung bei Das Herrenzimmer. Zitat: "Man könnte sagen, die einzige Entschuldigung Gottes ist seine Nichtexistenz." Kommentar bfg: Was für ein schöner Satz aus dem Mund eines Theologen!
Inspiriert von der Jesus-Legende strickt atheisten-info.at eine Interview-Legende mit dem Autor, eine komprimierte fiktive Nachfrage zum Inhalt.