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Das Christentum hat nichts mit Religion zu tun.

Zuletzt aktualisiert von Michael Wladarsch am 19. April 2016 - 15:27
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Wie sonst lässt sich verstehen, was Heribert Prantl in der SZ schreibt: „Die Kirchen sollten der AfD klarmachen, dass ihre Agitation unchristlich ist”.

Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst, ist eine Maxime, die wohl jeder als allgemeine Regel für das Handeln akzeptieren könnte. Diese spezielle Formulierung mag ihren Ursprung in der Bibel haben. Als „goldene Regel” taucht sie aber so gut wie in jeder Mythologie, Philosophie, Weltanschauung oder Religion auf. 

Die daraus folgende Toleranz, das Akzeptieren von Andersein ist aber mit der christlichen oder jeder anderen Religion nicht wirklich vereinbar. Wer im Besitz der einzigen „göttlichen” Wahrheit ist, muss alle anderen als verirrt betrachten. Im günstigsten Fall ist jeder der einer anderen Weltsicht oder Glaubensrichtung anhängt ein verlorenes Schaf, im schlimmsten Fall reif für den Scheiterhaufen oder das ewige Höllenfeuer.

Toleranz sieht anders aus. 

Entweder ist es Unsinn die AfD Pauschalkritik am Islam als unchristlich zu bezeichnen, vor allem wenn man die fundamentalreligiösen Parolen der AfD kennt, oder der Begriff christlich hat seine ursprüngliche Bedeutung verloren und wäre dann wohl besser durch humanistisch zu ersetzen.